Schaubericht Hannover Warnken

Deutsche Junggeflügelschau Hannover 2014

Der Bewertungsauftrag umfasste 93 Bantam in 7 Farbenschlägen. Als höchste Preise standen mir ein Blaues Band und ein Hermes-Band zur Vergabe zur Verfügung.

2,5 blau-goldhalsig. Allesamt mit sg-Noten. Sie sind in unterschiedlichen Zuchten etwas größer geworden. Die Hähne bestachen mit sehr voller und breiter Besichelung. Farb- und Zeichnungsmerkmale erfüllten alle Anforderungen. Die Ohrscheiben sollten etwas größer sein (Bernhard Brigl hv 96 Zwerghuhnband auf 1,0). Einige Hennen mit längerer Rückenpartie und flacher Schwanzhaltung. Naturgemäß variierten sie in den Zeichnungsmerkmalen der Mantelfarbe. Dornauslauf und größere Ohrscheiben wurden gewünscht.

6,19 orangehalsig. Beachtliche Fortschritte in diesem Farbenschlag, speziell bei den Hennen. Bei den Hähnen sehen wir ja seit Jahren tolle Bantamtypen, so auch hier, wo ein 1,0 von Ronny Franzwa mit v 97 VZV-Band ein absolutes Spitzentier darstellte. Kaum nachstehend sein Stallgefährte mit hv 96 SV-Band. Die Hennen in voller Blüte mit ausgeprägten Kopfpunkten und voller Front. In der zarten Rieselung haben sie zum goldhalsigen Pendant gleichgezogen. Die beste Henne zeigte Uwe Harbeck mit hv 96 E.

12,15 weiß-schwarzcolumbia. Licht und Schatten bei den Noten. Hier fiel das Blaue Band mit der Höchstnote auf einen Hahn von Harald Mütze. Gewiß, die Kammperlung und eine etwas vollere Brustpartie hätten Kritikern einen Ansatzpunkt gegeben, aber der kleine Kerl verkörperte Typ, Keckheit und passte in das berühmte Quadrat. Drei Hähne fielen wegen mangelnder Schaufertigkeit aus dem Rennen. Wünsche gab es nach ausgeprägteren Nebensicheln und höherer Schwanzhaltung. Die Hennen hatten ihre besten Vertreter mit viermal 95 Punkten aus der Zucht von Gerhard Krupp (2x), Harald Mütze und Stefan Röber. Allgemein wirkten sie etwas schmal mit flacher Brustpartie. Auch die reine Mantelfarbe war ein häufiger Wunsch.

6,8 gelb-schwarzcolumbia. Eine Kollektion auf hohem Niveau. Einige Hähne täuschten einen kurzgerundeten Typ vor, waren allerdings nur in der Rückenpartie gut ausgerundet. Bei relativ langer Unterlinie (gerades Brustbein) wirkt dann die Schwanzpartie wie eingeschoben (sg 95 E für Werner Kruppert). Die Hennen mit voller Frontpartie und feiner Zeichnung bei gleichmäßiger Mantelfarbe. Die Steuerfedern sollen unbedingt etwas länger werden. (hv MB für Werner Kruppert, sowie 3x sg 95 für Wolfgang Browarzik).

1,4 birkenfarbig. Erschienen waren nur die vier Hennen Die geringe Anzahl verkörperte noch nicht den erreichten Zuchtstand. In den Formen etwas lang hatten die Hennen relativ dunkle Gesichter und waren noch nicht in Blüte (sg 94 Z für Peter Seelhorst).

3,5 gold-porzellanfarbig. Darunter ein typhafter Hahn mit voller und breiter Besichelung. (sg 95 SVE für Ronny Franzwa). Die Hennen allesamt etwas lang im Typ, dafür mit prima gleichmäßiger Mantelfarbe und sauberer Verteilung der Tupfen und Perle.

3,4 zitron-porzellanfarbig. Erstaunlich, was dieser Farbenschlag speziell bei den Hähnen für Fortschritte macht. Alle drei zeigten feinen Bantamtyp mit voller Sichelanlage.  Neben fast üblichen Wünschen nach ausgeprägteren Kopfpunkten sollte die Grundfarbe der Hennen einheitlich etwas intensiver sein, während die Verteilung von Tupfen und Perle schon zufrieden stellen konnte (je einmal sg 95 auf 1,0 und 0,1 für Horst Michaelsen).

 

Dietmar Warnken

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert