3. Jungtierbesprechung des Bantam-Klub in Gössitz/Thüringen am 24.09.2016

3. Jungtierbesprechung des Bantam-Klub in Gössitz/Thüringen am 24.09.2016

Fast schon zur Tradition geworden, hatte unser 2. Vorsitzendender Wolfgang Hatzel zur Tierbesprechung auf den Ziegenhof im Saaletal eingeladen. Dass dieses Angebot angenommen wird zeigte sich erneut, denn es waren rund 25 Personen angereist und hatten 120 Tiere mitgebracht. Die regionalen Tierbesprechungen, welche an verschiedenen Orten in Deutschland durchgeführt werden entwickeln sich zu festen Bestandteilen im Terminkalender des Bantam-Klub.

Wolfgang begrüßt um 10.00 Uhr alle Teilnehmer auf das herzlichste,…….

besonders unseren Zuchtwart Artur Weigelt, welcher in diesem Jahr alle JTB besucht hat und sich so ein Bild über Veranstaltungen machen konnte. Fürs leibliche Wohl war mit Spezialitäten aus der Ziegenkäserei, Thüringer Rostbratwurst, Kaffee und Kuchen bestens gesorgt. Einige Zuchtfreunde nutzten die Gelegenheit für einen Einkauf im Hofladen.

Artur Weigelt spricht den Standard als Leitwerk für Preisrichter und Züchter, den Zuchtstand der Farbenschläge sowie die Ziele bei der Bewertung auf den Sonderschauen an. Die Ziele der Bewertung, welche im SV gesteckt werden, sollen langfristig dafür sorgen, den aktuellen Zuchtstand möglichst nahe an den Standard zu bringen. Um diese Ziele zu erreichen, sind sowohl Tierbesprechungen zur Bantamschau, zu den Sommertreffen und natürlich zu den Regionalen Jungtierbesprechungen ideal und wichtig. Hier können Vorzüge und Fehler aufgezeigt und die Konsequenzen bei der Weiterzucht und Bewertung besprochen werden. Somit helfen diese Veranstaltungen, das Ausstellen von Tieren mit groben Fehlern zu vermeiden und so dem Aussteller Enttäuschungen zu ersparen.

An die schwarzen Bantam werden höchste Anforderungen gestellt. Typ, Harmonie des Kopfes, Federbildung und Grünlack, Lauf- und Augenfarbe müssen stimmen. Bei den gezeigten perlgrauen Tieren als jüngster Farbenschlag gibt es bezüglich des Typs aufgrund der Nähe zu Schwarz wenige Probleme, jedoch die Feder- und Farbausbildung macht noch viel Arbeit. In Bezug auf Vitalität wurde schon viel erreicht. Ansprechende Weiße wurden besprochen, ein Farbenschlag, der bei entsprechender Pflege viel Freude macht. Waschen ist hier unumgänglich. Ein Hinweis zu den Kopfpuntken, besonders Kamm und Kehllappen bei allen Farbenschlägen: die Ausprägung bei der Henne genau analysieren, denn bei nachgezogenen Hähnen erscheinen die Vorzüge aber vor allem die Fehler dreimal so groß. Mitgebrachte rote Tiere machen noch sehr viel Arbeit. Farblich sind gute Tiere zu sehen, die aber im Typ noch Wünsche haben. Die Blauen stehen den Schwarzen nahe, daher sind keine Zugeständnisse in den Hauptrassemerkmalen nötig. Ein guter Saum lässt sich nur bei der Verpaarung blauer Tiere erreichen, die Schwarzen und Splashfarbenen sind hierzu wahrscheinlich nicht geeignet. Putzen ist erlaubt, so können einzelne dunkle Federn im Mantelgefieder entfernt werden. Gesperberte gibt es in sehr guter Qualität zu sehen. Die Zeichnung wirkt bei richtigem Typ immer attraktiv. Bei Weiß-schwarz-columbia und Gelb-schwarz-columbia gab es große Fortschritte im Typ und besonders in der Ausbildung des Zirkelschlages v.a. bei den Gelb-schwarzen. Sichelweiß bereitet bei immer wieder Probleme. Einige Kreuzungstiere, die in die Richtung weiß-blau-columbia gehen zeigen die Aktivitäten der Züchter. Kreuzungen können ein probates Mittel zur Verbesserung der Zucht sein. Eine exakte Dokumentation ist hier immer erforderlich. Auch eine silberwachtelfarbige Henne passte in dieses Muster. Bei sonstigen Vorzügen kann man solche Tiere in die Zucht nehmen. Es waren viele Goldhalsige in sehr guter Qualität mitgebracht worden, was auch für die Orangehalsigen gilt. Ein oranger Hahn von Manfred Tunk wurde auch zum besten Tier gekürt. Einige Wildfarbige zeigten sich nicht ganz in der gewünschten Farbgebung. Hier sollte ein Austausch möglich sein, es gibt bereits sehr gute Tiere. Rotgesattelte wurden von drei Züchtern mitgebracht. Ordentliche Typen sind vorhanden, jedoch machen die Flügeldreiecken bei den Hähnen z. T. noch Probleme. Eine blau-goldhalsige Henne aus rotgesattelter Zucht ist für die Schau nicht geeignet, da sie im Mantel keine Rieselung zeigt. Birkenfarbige sind nicht einfach zu züchten, was auch an den mitgebrachten Tieren deutlich wurde. Im Typ sind sie nah an schwarz, jedoch Farbe und Zeichnung sind nicht einfach. Es wurden hervorragende Schwarz-weißgescheckte gezeigt, welche wir sicher wiedersehen werden. Gelb mit weißen Tupfen ist ein Sorgenkind, nicht weil es an Attraktivität mangelt, jedoch ist die Vitalität nicht befriedigend und für gute Ergebnisse sind viele Jungtiere erforderlich. Zum Abschluss gab es noch Zitron- Porzellanfarbige zu sehen, die in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht haben.

Die gezeigt Vielfalt war beachtlich, fehlten nur gelbe, silberhalsige und porzellanfarbige Bantam. Artur war auch von der Qualität der Tiere angetan. Nach einer interessanten Besprechung mit wertvollen Hinweisen für Zucht Haltung und Pflege unserer Bantam gab es noch eine Stärkung bevor Wolfgang noch die Ehrung des ältesten Teilnehmers und des besten Tiers vornahm. Dies war Gerhard Hilbig aus Limbach-Oberfrohna, der mit 86 Jahren noch aktiv züchtet und ausstellt. Er erhielt einen Präsentkorb genau sie Manfred Tunk für seinen Hahn. Wolfgangs Dank ging an Artur, der die Besprechung in sehr angenehmer Weise durchgeführt hat, so dass jeder etwas dazulernen konnte. Die Zuchtfreunde waren sich einig, dass die JTB im nächsten Jahr in gleicher Art und Weise durchgeführt werden soll.

Ein ganz großer Dank gilt an Wolfgang mit seiner Familie und den Helfern, die diese Veranstaltung vorbereiten und durchführen. Dies ist echte Arbeit im Ehrenamt.

Bleibt nur allen Bantamzüchtern und besonders Wolfgang beste Gesundheit, Freude mit den Tieren und eine erfolgreiche Schausaison zu wünschen.

 

Tobias Bach

 

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